Über das verlängerte Wochenende vom 1.5. bis zum 4.5. waren auf ASTARTE alle 14 Kojen mit Stammcrewmitgliedern belegt und es ging für drei Tage raus auf die Weser mit dem Ziel, Routine zu erlangen und neues zu lernen um sich auf die kommenden Törns vorzubereiten.
Am Donnerstagnachmittag ging es los, durch die Schleuse und raus auf die Weser. Unter Groß und Fock konnten wir bis zum Ankerplatz in der Nähe des Leuchtturms Hohe Weg motorsegeln und uns bei bestem Wetter an Bord einleben.
Einer wettertechnisch ruhigen Nacht vor Anker, bei dem viele sich auf Koje erstmal (wieder) an die Geräusche der ASTARTE gewöhnen mussten, ging es am Freitag erstmal unter Maschine etwas weiter Richtung Nordsee. Unterwegs wurde sich mit dem Sicherheitsthema Mensch-über-Bord beschäftigt und ein Boje-über-Bord-Manöver unter Maschine gefahren. Dann setzten wir Groß, Fock und Klüver, mussten die Fock dann aber bald wieder bergen, da sie bei unserem Kurs vor dem Wind nicht gut stand. Vor dem Wind halsend segelten wir bis zum nächsten Ankerplatz im Wurster Arm und übten sogar unterwegs nochmal eine Boje-über-Bord-Manöver unter Segeln. Vor Anker wurde aufklariert, bemust, Taklinge gemacht und auch der Spaß kam nicht zu kurz 😉
Am Samstag wurde vormittags vor Anker noch das Sicherheitsthema Brandschutz und Feuer löschen ausgebildet und am Mittag ging es weiter: Anker auf, Groß und Klüver gesetzt und an Bremerhaven vorbei bis Nordenham Reede gesegelt. Abends bescherte uns ein kurzer Regenschauer einen schönen Regenbogen.
Am Sonntag Vormittag hatten wir auch noch vor Anker (unter Deck im Warmen) Zeit, uns mit unserer medizinischen Ausrüstung zu beschäftigen.
Dann ging es warm eingepackt an Deck. Den Anker haben wir diesmal mit Muskelkraft gehievt: ein All-Hands-Manöver bei dem uns wieder warm wurde. Nur mit dem Groß im 1. Reff fuhren wir die wenigen Meilen von Nordenham nach Bremerhaven und waren am frühen Nachmittag wieder fest an unserem Liegeplatz.
Insgesamt war es ein ereignisreiches Wochenende, natürlich auch anstrengend, da es fast die ganze Zeit was zu tun gab und auch die Nächte durch die Ankerwachen eher kurz waren. Wieder zuhause, geduscht und ausgeschlafen bleibt bei mir jedoch vor allem in Erinnerung, wie viel gelacht und gescherzt wurde und dass wir uns untereinander und auch das Schiff besser kennen gelernt haben.









